Keller aus Holz? – Ja, das geht!

Wir sind in einem Artikel auf www.baukader.ch erwähnt. Darin wird beschrieben wie wir durch unsere Pionierarbeit in der Entwicklung des Holzkellers die Grundlage für die nächsten Innovationsschritte liefern konnten. Herzlichen Dank für die Erwähnung im Beitrag:

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Ein Untergeschoss komplett aus Holz bauen? Timbatec-Gründer Stefan Zöllig ist überzeugt, dass das geht und macht es als privater Bauherr gleich selbst vor. Beim Neubau seines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen in Thun hat er den Keller komplett im Holzbau erstellen lassen. Ein Experiment, wie er selbst sagt. Dennoch glaubt er fest an den Erfolg.

Von Anita Bucher

Das Haus liegt an Hanglage. Der Keller ist also „nur“ auf drei Seiten erdberührt, nicht auf allen vier. Dennoch: Bis jetzt galt auch unter Holzbauern die Devise: Erdberührende Bauteile sind aus Beton zu erstellen, der Holzbau beginnt erst ab der Bodenplatte. Timbatec-Ingenieur und Gründer, Stefan Zöllig, ist entschlossen, dies zu ändern. Auf Anfrage erklärt er: „Die Produktenwicklung gehört seit jeher zu der DNA von Timbatec. Mit neuen Produkten und Technologien gehören wir zu den Vorreitern im Holzbau. So sind wir Teil und Treiber der Erfolgsgeschichte Holzbau.“ Persönlich nimmt er sich auch immer mal Zeit, um die Erfolge von Timbatec zu reflektieren und sich zu überlegen, in welchen Geschäftsfeldern noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Der Keller ist eines davon. Der Grund dafür ist einfach: „Bis zur Hälfte des verbauten Materialvolumens von Gebäuden liegt im Untergeschoss. Beim vorliegenden Projekt sogar 60%. Holz speichert pro Kubikmeter eine Tonne CO2 und gilt damit unter den tragenden Baumaterialien als Best Practice“, erklärt Zöllig. „Jedes andere Baumaterial muss sich daran messen lassen“.

Nach deutschem Vorbild
Erste Erfahrungen dazu wurden in Deutschland bereits im Jahr 2016 gemacht. Die Firma Staudenschreiner hatte bis 2021 schon vier solche Holzkeller gebaut, allerdings ohne entsprechende Messdaten. In der Schweiz aber gab es noch entsprechendes Projekt. Und es schien auch
unmöglich, jemanden zu finden, der mutig genug war, den Keller aus Holz zu wagen. Also entschied sich Zöllig, dies als privater Bauherr selbst zu tun. „Ein logischer Schritt“, wie er sagt. Denn er kennt das Baumaterial Holz durch und durch und kann somit am besten abschätzen, wo die Risiken und Schwachstellen liegen.

Ein räumliches Monocoque aus Holz
Sein Mehrfamilienhaus in Thun ist somit das erste schweizweit mit einem Keller aus Holz. Auf einer 160 mm dicken Dämmplatte liegen Brettsperrholzplatten auf. Eine Schwarzdämmung ummantelt das Holz für den Feuchteschutz. TS3-Fugen verbinden die einzelnen CLT-Platten miteinander und bilden ein räumliches „Monocoque“ aus Holz. Möglich macht das die Timber Structures 3.0-Technologie, kurz TS3. Dies ist ein Verfahren aus dem Hause Timbatec, mit dem man aus Holz grosse Flächen generieren kann. Dazu behandeln Brettsperrholz-Hersteller die Stirnseiten der Platten im Herstellungswerk mit einem Primer und Dichtungsbändern vor. Auf der Baustelle werden die Platten dann mit einem Zweikomponenten-Polyurethan-Giessharz ohne Pressdruck vergossen. Diese Konstruktion wurde auch für den gesamten Keller in Thun gewählt.

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Originaler Beitrag erschienen bei: https://www.baukader.ch/de/neues-wissen/aktuelles/keller-aus-holz/ (aufgerufen am 11.10.2021)



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