Grundlagen zur Bauwerksabdichtung

Bauwerksabdichtungen – allgemeine Grundlagen.

Die bisher geltende Norm für Bauwerksabdichtungen aller Art, DIN 18195, Teile 1-10, wurde innerhalb der letzten Jahre vollständig überarbeitet und aufgesplittet.

Die neuen Regelungen werden durch die DIN 18195 (Terminologie) sowie durch die Normenreihe, DIN 18531 bis DIN 18535, vorgenommen.

Es werden dabei auch neue Stoffe für die Abdichtung in die bauteilbezogenen Normen aufgenommen. Innerhalb der DIN 18533 wird die Abdichtung von erdberührten Bauteilen geregelt. So gilt für die Abdichtung:

  • gegen Bodenfeuchte;
  • gegen nicht drückendes Wasser;
  • gegen von außen drückendes Wasser;
  • gegen nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken;
  • gegen Spritzwasser am Wandsockel
  • gegen Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden.

Wie in der bestehenden Norm werden vordergründig die Art und die Intensität der Wassereinwirkung zugrunde gelegt. Die Abdichtungsbauarten einschließlich ihrer Dimensionierung und ihrer Einbaubedingungen werden darauf abgestimmt.

Alternative Bauweisen, wie die Verwendung von wasserundurchlässigem Beton, sind nicht Gegenstand der DIN 18533. Sie werden innerhalb von gesonderten Richtlinien behandelt. Ebenfalls wird nicht die nachträgliche Abdichtung in der Bauwerkserhaltung oder in der Baudenkmalpflege betrachtet, es sei denn, es können hierfür Verfahren angewendet werden, die in dieser Norm geregelt sind.

Quelle: dach_holzbau_2017_10_11_EDM_Dachabdichtungen (Roland Fritsch)



Ein Gedanke zu “Grundlagen zur Bauwerksabdichtung

  1. Mein Onkel ist Bauwerksabdichter und erzählt immer davon, wie vielfältig sein Beruf ist. Ich wusste nicht, dass alternative Bauweisen wie die Verwendung von wasserundurchlässigem Beton von gesonderten Richtlinien behandelt werden. Ein wirklich spannendes Feld.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.